Die Wildfrucht Paranuss – Bertholletia excelsa

02.05.2017 00:00

Die lange Reise einer unscheinbaren Nuss

Wer bereits versucht hat eine Paranuss zu essen, weiß das dies nicht so einfach ist, um an den leckeren Inhalt heranzukommen. Wahrscheinlich hat sogar Herkules, bei dem Versuch eine Paranuss zu knacken, kapituliert und machte sich direkt auf, die zwölf Aufgaben hinter sich zu bringen.

Für uns ist es einfach loszuziehen und ein Beutel Paranüsse zu kaufen. Aber bevor diese in eine Schale auf dem Schreibtisch oder in unsere Wohnzimmertische landen, haben sie einen langen Prozess hinter sich. Die Paranuss kommt aus dem tropischen Regenwald und landet beispielsweise ausgerechnet auf unsere Weihnachtsteller. Das ist ein großer Klimaschock und verständlich, dass diese sich nicht aus den Schallen rausholen lassen möchten. Der wissenschaftliche Name der Paranuss lautet: „Bertholletia excelsa“. Es klingt, als sollte man sich warm anziehen, wenn der Wunsch entsteht sich mit ihr anzulegen. Das gleiche wird von dem Paranuss-Baum gesagt, ich zitiere: „Er läst sich nicht nach den menschlichen Wünschen beeinflussen und hat sozusagen einen eigenen Kopf.“. Diese Aussage betrifft die erfolglosen Versuche, Paranussbäume zu kultivieren. Paranussbäume erreichen eine beträchtliche Höhe von bis zu 60 Metern, dabei wachsen sie nur in der Wildnis. Das erste Mal tragen die eigenwilligen Paranussbäume ihre Früchte erst nach 10 Jahren. Eine Paranuss-Frucht enthält in etwa 16 Paranüsse. Obwohl die Ernte sehr erträglich ist, können die Früchte nicht nach Belieben gepflückt werden. Die Baumstämme sind sehr dünn, daher muss abgewartet werden, dass die Früchte von allein herunterfallen. Geduld wird hier großgeschrieben. Wenn wir berücksichtigen, dass so eine Frucht bis zu 3 Kilo wiegen kann und von vielleicht 50 Meter Höhe fällt, ist es ratsam, nicht in der Nähe zu sein, wenn die Früchte der Erdanziehung nachgeben.

Parranuss zerkleinert

Die Paranuss ist reich an Phosphor, Magnesium und Kalzium. Also, sie nicht vergessen auf die Sehr-Gesund-Liste zu setzen oder unsere Oxford Nussmischung zu kaufen und für die konservativen haben wir unsere Edel-Nussmischung.

Der süßliche Geschmack der Paranuss macht diese gerade ideal für Desserts. Ja, auch wenn wir sehr gesund leben möchten, süßes muss nicht vollkommen durchgestrichen werden. Auch Desserts können gesundheitsfördern sein und zudem himmlisch schmecken. Die Paranussrezept-Liste ist endlos, von „Paranuss-Parmesan“ (veganes Rezept) über „weiße Schokoladen-Cookies mit Paranuss“ bis hin zu „Paranuss-Pesto“ ist alles zu finden. Aber natürlich können wir die Paranuss auch so genießen. Lustig fand ich das Rezept für „versteckte Paranüsse“. Ein Rezept, welches ich nicht ausprobieren werde, da dort alles enthalten ist, was ich nicht mag. Marzipan, Kakao, Likör und Zucker.

Gönnt euch im Rahmen der Gesunden-Leben-Philosophie einige Paranüsse, eure Knochen und Zähnen werden es euch danken.


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