Macadamia: Herkunft, Botanik und Verwendung
Die Königin der Nüsse
Die Macadamia stammt aus Australien. Schon die Aborigines sammelten die Nüsse als Nahrungsquelle. Ihren Namen erhielt sie vom deutschen Botaniker Ferdinand von Mueller, der sie nach seinem Freund und Kollegen John Macadam benannte. Den Spitznamen „Königin der Nüsse“ verdankt sie mehreren Umständen: Der Baum ist anspruchsvoll und schwierig anzubauen, die Schale ist extrem hart, und die Nachfrage ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen. Entsprechend gilt die Macadamia als edle und vergleichsweise kostbare Nuss.
Botanik der Macadamia bzw. des Macadamiabaums
Der Macadamiabaum bildet manchmal mehrere Stämme, gehört zur Pflanzenfamilie der Silberbaumgewächse (Proteaceae) und erreicht eine Höhe von bis zu 18 Metern. Die Blätter stehen bei ausgewachsenen Bäumen zu bis zu fünf in Wirteln, werden bis zu 25 cm lang und 7 cm breit. Je nach Art oder Alter sind die Blattränder glatt oder stachelig. Die Blüten hängen in traubenartigen Blütenständen am Baum und sind cremefarben oder rosa.
Am Macadamiabaum bilden sich 2 bis 4 cm große Steinfrüchte. Die kugelförmigen Früchte sind anfangs hellgrün und später dunkelbraun gefärbt. Sie haben eine glatte, ledrige Oberfläche, und am oberen Ende sitzt ein kleines Horn. Die Früchte öffnen sich erst spät an einer Längsnaht und enthalten meist nur einen Samen. Dieser Steinkern ist etwa 1,3 bis 2,5 cm groß und als Macadamianuss bekannt. Er steckt in einer sehr harten, schwer zu knackenden Schale von etwa 2 bis 5 mm Dicke. In ihr befindet sich der essbare Kern: die Macadamia.
Herkunft und Anbau der Macadamia
Die Ostküste Australiens ist der Ursprung aller Macadamia-Arten. Das subtropische Klima dieser Region bietet gute Bedingungen für die Bäume. Obwohl Macadamiabäume anspruchsvoll sind und der Anbau Erfahrung verlangt, bauen inzwischen auch andere Länder die Bäume an, darunter Bolivien, Brasilien, Guatemala, Israel, Kenia, Malawi, Neuseeland, Paraguay, Südafrika sowie Kalifornien und Hawaii in den USA.
Da die Nüsse anderer Arten zu bitter sind, um genießbar zu sein, haben heute nur zwei Arten wirtschaftliche Bedeutung: Macadamia tetraphylla, deren Nüsse sich nicht zum Rösten eignen, und Macadamia integrifolia, die Nüsse mit einer dünneren Schale bildet.
Verarbeitung und Verwendung der Macadamia
Da sich die Macadamia mit vielen herkömmlichen Nussknackern nicht öffnen lässt, wird sie meist ohne Schale verkauft. Neben der Lebensmittelindustrie nutzt auch die Kosmetikbranche die Kerne, etwa in Form von Ölen und Pflegeprodukten.
Die süße Macadamia
Wie die Pekannuss eignet sich die Macadamia vor allem zum Backen, denn sie schmeckt ausgesprochen mild, buttrig und süßlich. Sie verfeinert aber auch deftige Gerichte, vor allem für Experimentierfreudige.
Macadamia-Brownies
- Fett für das Blech
- 400 g Zartbitterkuvertüre
- 250 g Butter
- 325 g Zucker
- 300 g Macadamiakerne
- 7 Eier
- 325 g Mehl
- 1/2 Päckchen Backpulver
- 100 g weiße Schokolade
- 20 g Kokosfett
Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen und das Backblech einfetten. Die Kuvertüre grob hacken und zusammen mit Butter und Zucker über heißem Wasser schmelzen und verrühren. Während die Masse abkühlt, die Nüsse hacken und ohne Fett rösten. Die Kuvertüremischung mit den Eiern verrühren. Mehl, Backpulver und eine Prise Salz hinzugeben und nochmals unterrühren. Die Nüsse unterheben und den Teig auf dem Backblech verteilen. Etwa 20 Minuten backen und anschließend abkühlen lassen. Die weiße Schokolade hacken und mit dem Kokosfett über heißem Wasser verrühren. In Streifen über die Brownies ziehen und servieren.
Seelachs mit Macadamia-Kruste
- 6 tiefgekühlte Seelachsfilets
- 1 EL Zitronensaft
- Salz, Pfeffer
- 125 g Macadamias
- 100 g Margarine
- 250 g grüne Bohnen
- 2–3 Stiele Bohnenkraut
- 200 ml Kokosmilch
- 2 Päckchen helle Soße
Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Seelachsfilets auftauen, mit Zitronensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Macadamias grob hacken und mit Margarine, Salz und Pfeffer vermischen. Die Filets in eine Form legen und mit der Masse bestreichen. 20 Minuten im Ofen backen. In der Zwischenzeit die Bohnen waschen, 10 Minuten in Salzwasser kochen und das Bohnenkraut hacken. Die helle Soße in 300 ml heißes Wasser und die Kokosmilch einrühren. Bei niedriger Stufe köcheln lassen, Bohnen und Bohnenkraut dazugeben und kurz erhitzen. Alles zusammen auf Tellern anrichten.
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