Pekannuss - Die Schwester der Walnuss

Pekannüsse
- Die "Dünnhäuter" unter den Nüssen

Schon Gewusst? Pekannüsse haben eine sehr dünne Schale, die sich sogar ohne Hilfsmittel öffnen lässt. Sie ist eng mit der Walnuss aus Mitteleuropa verwandt und in ihrer Heimat, Nordamerika, mindestens ebenso bekannt.

Die Pekannuss wächst als Frucht des Pekannussbaumes, welcher vor allem in Nordamerika beheimatet ist. Ihre typische Erntezeit startet im Oktober und endet meist im Dezember, so kommt man bis Februar/März in den Genuss von frischen Pekannüssen. Die Pekannuss ist übrigens der offizielle Staatsbaum von Texas. So findet in den USA seit 1996 am 14. April regelmäßig der "National Pecan Day" statt.

Botanik der Pekannuss bzw. des Pekannussbaums

In der grünlichen Kapsel befindet sich eine weitere Kapsel. Erst in dieser befindet sich der essbare Kern.

Der gewaltige Pekannussbaum (Carya Illinoinensis) erreicht eine Höhe von 30-50m, wobei seine Wurzeln bis zu zehn Meter lang und sein Stamm bis zu zwei Meter dick werden. Er bildet eine sehr große und ausladende Krone aus. Die Bäume können bis über 1000 Jahre alt werden.

Der Carya Illinoinensis gehört botanisch zur Familie der Juglandaceae (Walnussgewächse) in der Ordnung der Carya (Hickory). Die Frucht hat bei Reife eine grün-bräunliche Färbung und besitzt gleich zwei Schalen. Die eiförmige Exocarp (äußere Schale) hat eine Länge von 2,5-6 cm und einen Durchmesser von 1,5-3 cm. Sie ist vierlappig und 3-4mm dick und besitzt eine ledrige und raue Oberfläche. Die Endocarp (innere Schale bzw. die Nuss) ist ebenfalls eiförmig und ist lohfarben bis bräunlich. Im Gegensatz zur Exocarp ist die Oberfläche eher glatt. Die Endocarp ist mit 0,6-1 mm sehr Dünn, weshalb sie leicht zu knacken ist. So gelangt man einfach an den essbaren Teil der Pekannuss, welcher aus zwei runzligen Samenkernen (Kotyledonen) besteht. Diese hellbraunen Pekanusskerne sind der mitteleuropäischen Walnuss in Aussehen und Geschmack sehr ähnlich.

Herkunft und Anbau der Pekannuss

Da die Pekannuss in Nordamerika sehr verbreitet ist, kannten schon die Ureinwohner Nordamerikas die Pekannuss. Damals wussten diese schon, wie wichtig die Pekannuss für das Überleben sein konnte. Die Ureinwohner hatten keinen Namen für die Nuss, erst die Spanier nannten sie "Art Walnuss", was später von den Franzosen in La Pacanière" übersetzt wurde. Die Pekannuss war aber nicht immer ein wertvolles Exportgut. Erst im 19. Jahrhundert etablierte sie sich als solches, weshalb sie auch heute noch zum Großteil in Nordamerika angebaut wird.

Da der Baum zwar mänliche und weibliche Blüten trägt, diese aber nie gemeinsam blühen müssen die Pekannussbäume fremdbestäubt werden. Aus diesem Grund ist es üblich, dass man auf einer Plantage zwei verschiedene Pekannuss-Sorten anbaut. Man muss zudem viel Geduld mitbringen, da sich erst nach einigen Jahren zum ersten mal eine Nuss aus den Blüten bildet. So kann es zehn Jahre dauern bis man einen Ertrag hat, der sich lohnt. Hat der Baum angefangen eine gute Ernte zu liefern, geschiet dies dann alle zwei Jahre.

Verarbeitung und Verwendung der Pekannuss

Die Pekannuss wird häufig roh gegessen oder geröstet und gesalzen. Man kann sie aber auch weiterverarbeiten, z.B. zu Soßen oder als Öl. Dank ihrer Nährstoffe ist die Pekannuss vielseitig einsetzbar und wirkt sich positiv auf den Menschen und seine Gesundheit aus. Da die Pekannuss eine sehr dünne Schale besitzt, kann man sie leicht auch ohne Hilfsmittel knacken. Die Pekannuss wird aber nicht nur als Lebensmittel geschätzt. Auch in der Kosmetik findet die Nuss verwendung.

Nährwerte und Inhaltsstoffe der Pekannuss

Die Pekannuss gehört zu den kalorienreichsten Nüssen. Schon der süße Geschmack der Nuss lässt auf einen hohen Kaloriengehalt schließen, weshalb man sie nur in geringen Mengen genießen sollte. Da sie sehr reich an ungesättigten Fettsäuren ist, wirkt sie sich dafür aber positiv auf Herz und Kreislauf aus. Zudem enthält die Pekannuss viele wichtige Minerale und Spurenelemente. Darunter auch das schwermetallbindende Selen, welches wichtig für das Entgiften des Körpers ist.

Schon eine handvoll Pekannüsse ist sehr gesund für das Herz und den Kreislauf.
Man kann diese süßen Nüsse nicht nur zum Backen verwenden.
Nährwerte und Inhaltsstoffe je 100 Gramm:
Kalorien690kcl
Fett72 g
gesättigte Fettsäuren6 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren22 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren41 g
Cholesterin0 mg
Natrium3 mg
Kalium410 mg
Kohlenhydrate14 g
Ballaststoffe10 g
Zucker0 g
Eiweiß9 g
Vitamin A93 µg
Vitamin B1860 µg
Vitamin B2130 µg
Vitamin B36783 µg
Vitamin B6188 µg
Vitamin B120 g
Vitamin C2000 µg
Vitamin D0 g
Vitamin E4260 µg
Eisen2,4 mg
Calcium55 mg
Magnesium140 mg
Tryptophan167 mg

Gesundheitsfaktor Pekannuss

Trotz des hohen Kaloriengehalts sind Pekannüsse sehr gut für unseren Körper. Sie enthalten eine Menge Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium. Außerdem sind sie reich an ungesättigten Fettsäuren die wichtig sind um unser Herz, den Kreislauf und die Gefäße zu stärken. Da Pekannüße sich positiv auf den Blutzuckerspiegel und auch auf den Blutdruck auswirken, sind diese besonders bei Diabetes und Bluthochdruck zu empfehlen. Selen bindet Schwermetalle und ist deshalb für das Entgiften des Körpers sehr wichtig, da die Schadstoffe dadurch besser ausgeschieden werden können. Und auch dieses Spurenelement lässt sich in der Pekannuss finden.

Pekannuss - Vielseitig einsetzbar

Dank ihrem süßen Geschmack eignen sich Pekannüsse ideal zum Backen. Aber auch gehobelt oder als Soße verleihen sie eine besondere Note:

Pekannuss-Orangen-Soße

  • 50 g Pecannüsse
  • 150 g Schalotten
  • 1 Tl gemahlener Piment
  • 0.5 Tl getrocknete Chilischote
  • 30 g Butter
  • 1 El Senfpulver
  • 3 El Orangenmarmelade
  • 100 ml Madeira
  • 300 ml Orangensaft
  • 200 ml Geflügelfond
  • 2 Stiele Zitronenthymian, klein gezupft
  • 75 ml Ahornsirup (oder flüssiger Honig)
  • Meersalz
  • 1 El Speisestärke

Die Pekannüsse werden der Länge nach halbiert. Dazu werden die Schalotten geschält und in Ringe geschnitten und danach mit Piment und Chili in Butter andünsten. Später wird das Senfpulver und die Orangenmarmelade untergerührt und den Madeira, alles bis auf ca. 2 EL Orangensaft und den Geflügelfond zugefügt. Thymian hinzugeben und alles dann auf die Hälfte einkochen. Ist es soweit eingekocht gibt man den Ahornsirup hinzu, salzt es und kocht es nochmals auf. Den Restlichen Orangensaft mit Stärke mischen und in die Soße rühren. Zum Schluß die Pekannüsse hinzugeben und noch 1-2 Minuten köcheln lassen.

Pekannuss-Kuchen

  • Für den Teig:
  • 300 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 180 g Zucker
  • 4 Ei(er)
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 250 ml Buttermilch
  • Für den Belag:
  • 150 g Nüsse, Pecannüsse (halbe Kerne)
  • 100 g Zucker, braun
  • 30 g Butter
  • 1 TL Zimt

Der Backofen wird auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Die Eier werden mit Zucker und Vanillezucker schaumig geschlagen. Butter unterrühren und das mit Backpulver vermischte Mehl ebenfalls. Den Teig glatt auf ein Backblech verteilen. Die Butter für den Belag schmelzen und Zucker und Zimt dazugeben. Die Pekannüsse hacken und ebenfalls zur Butter geben. Dann nur noch alles kräftig verrühren und gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Kuchen nur noch 20-25 Minuten backen und den fertigen Kuchen genießen.

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